Wichtig vorab: Für Menschen ohne sichere Wassergewöhnung steht beaufsichtigtes Lernen - etwa ein Schwimmkurs oder Unterricht bei einem Schwimmtrainer - vor selbstständigem Training. Dieser Plan richtet sich an Einsteiger und Wiedereinsteiger, die sich bereits im Nichtschwimmer- oder flachen Becken sicher bewegen können und nun ihre Schwimmtechnik und Ausdauer systematisch aufbauen möchten.
Bahnenrechner
Rechne deine Gesamtstrecke in Bahnen um.
Direktstart: Ein einfacher Schwimm-Trainingsplan für komplette Anfänger
Der Plan umfasst 4 Wochen mit jeweils 2-3 Schwimmeinheiten. Die Schwerpunkte lauten: Sicherheit, Wassergefühl, ruhige Atmung und ein behutsamer Einstieg in längere Strecken. Jede Einheit dauert etwa 30 bis 45 Minuten inklusive Pausen.
Die Distanzen (ca. 400-800 m pro Einheit) sind Beispiele, die du an Beckenlänge, Tagesform und aktuelle Belastbarkeit anpassen solltest. Wer in einem 50-m-Becken schwimmt, braucht weniger Wenden; wer in einem 25-m-Schwimmbad trainiert, hat häufigere Orientierungspunkte und kürzere Abschnitte. Beides funktioniert.
Beispiel-Einheit für die erste Woche (anpassbares Muster)
Diese Einheit ist ein anpassbares Beispiel. Passe Tempo, Wiederholung und Pausen an deine Technik und Beckenlänge an. Die Struktur folgt dem bewährten Aufbau: Einschwimmen - Technikteil - Hauptsatz - lockere Erholung - Ausschwimmen. Eine klare Struktur in den Einheiten fördert die Effektivität des Trainingsplans.
Abschnitt | Inhalt | Pause | Belastung |
|---|---|---|---|
Einschwimmen | 4 × 25 m Brust in ruhigem Tempo | 20-30 s Stehpause am Beckenrand | Sehr locker - du könntest währenddessen sprechen |
Technikteil | 4 × 25 m Beinschlag mit Schwimmbrett, Fokus auf gleichmäßigen Beinschlag | 30 s Pause | Locker, Bewegungen bewusst und kontrolliert |
Hauptsatz | 6 × 25 m Brust, ruhiger Rhythmus, bewusst ins Wasser ausatmen | 20-30 s Pause | Locker bis mittel - Sprechen in ganzen Sätzen möglich |
Lockere Erholung | 2 × 25 m Rückenlage, ganz entspannt | 20 s Pause | Sehr locker |
Ausschwimmen | 2 × 25 m beliebiger Stil, ganz locker | - | Minimal |
Gesamtdistanz: ca. 450 m
Leichtere Variante: Halbiere die Wiederholungen in jedem Abschnitt (z. B. 2 × 25 m statt 4 × 25 m) - so kommst du auf etwa 225-250 m. Das reicht für den Start völlig aus.
Berechnung mit Beckenlänge: In einem 25-m-Becken entspricht jede 25-m-Strecke einer Bahn. Bei 50-m-Bahnen schwimmst du eine halbe Bahn oder orientierst dich an den Markierungen auf dem Beckenboden.
Stoppsignal: Wenn deine Atmung hektisch wird, die Wasserlage zerfällt oder du den Kopf dauerhaft hochreißt, brich den Abschnitt ab oder verlängere die Pause. Technik-Qualität geht immer vor Distanz.
Dein 4-Wochen-Trainingsplan: Struktur und Progression
Dieser Trainingsplan hat ein realistisches Ziel: Nach 4 Wochen solltest du in der Lage sein, ruhig 200-400 m am Stück zu schwimmen - mit kontrollierter Technik und entspannter Atmung. Das ist kein Wettkampfprogramm, sondern ein solider Einstieg.
Jede Woche umfasst 2-3 Einheiten mit klaren Schwerpunkten. Regelmäßiges, technisch kontrolliertes Training kann Technik und Ausdauer unterstützen; der Verlauf ist individuell. Die Progression sieht so aus:
Woche 1: Ankommen im Wasser, kurze Strecken (25 m), viele Pausen, Fokus auf Wassergefühl und entspannte Atmung.
Woche 2: Leicht längere Abschnitte (25-50 m), Technikbausteine gezielter einsetzen, Rhythmus finden.
Woche 3: Erste längere Durchgänge (z. B. 4 × 50 m ohne Stopp), Atmung weiter beruhigen.
Woche 4: Verbindung von Technik und Ausdauer, z. B. 1 × 100 m am Stück in ruhigem Tempo.
Du darfst jederzeit eine Woche wiederholen oder Einheiten kürzen, wenn du dich erschöpft fühlst. Der Plan ist ein Gerüst, kein starres Pflichtprogramm. Wer nach diesen 4 Wochen gezielt an Ausdauer arbeiten möchte, findet unter Schwimmen Trainingsplan Ausdauer passende Einheiten für den nächsten Schritt.
Woche 1: Sicheres Ankommen im Wasser (Struktur für 2-3 Einheiten)
In Woche 1 geht es um nichts anderes als Ankommen. Wassergewöhnung und entspannte Atmung sind zentrale Ziele dieser ersten Trainingsphase. Du schwimmst überwiegend Brust, dazu optional etwas Rückenlage. Jede Einheit folgt derselben 5-teiligen Struktur (Einschwimmen, Technik, Hauptsatz, Erholung, Ausschwimmen).
Technische Schwerpunkte in Woche 1:
Ruhige Wasserlage im Brustschwimmen - den Kopf nicht dauerhaft über Wasser hochreißen, sondern zwischen den Zügen ins Wasser schauen.
Kleine, kontrollierte Beinschläge statt hektischem Strampeln. Ein Schwimmbrett kann zur Verbesserung der Beinschlagtechnik eingesetzt werden.
Bewusst ins Wasser ausatmen, Einatmen in der Gleitphase. Die Atmung im Wasser sollte kontinuierlich und entspannt erfolgen.
Einheit 1: Insgesamt ca. 400-500 m, überwiegend Brust, viele 25-m-Abschnitte mit 20-30 s Pausen. Ein gutes Aufwärmen sollte 5 bis 10 Minuten in Anspruch nehmen - das entspricht dem Einschwimmen.
Einheit 2: Ähnlicher Umfang, zusätzlich 2-4 Bahnen Rückenlage zur Entlastung von Nacken und Kopfhaltung. Rückenschwimmen hilft, Schultern und Rücken zu lockern.
Einheit 3 (optional): Kürzere Einheit (ca. 300-400 m) mit Schwerpunkt Schwimmübungen - Gleiten vom Beckenrand, ruhige Züge, bewusste Körperhaltung.
Zu Beginn sollten die schwimmerischen Einheiten aus kurzen, moderaten Distanzen bestehen. Absolute Anfänger können alle Distanzen halbieren oder nur einzelne Teile der Sets schwimmen. Es gibt keinen Grund, sich zu überfordern.
Woche 2: Technik festigen und erste längere Abschnitte
In Woche 2 werden mehr Wiederholungen mit denselben technischen Schwerpunkten geschwommen. Regelmäßige Übungen verbessern die Schwimmtechnik erheblich - und genau das ist jetzt das Ziel.
Fokus-Themen in Woche 2:
Gleichmäßiger Rhythmus im Brustschwimmen: Armzug - Atmen - Beinschlag - Gleiten. Armzug und Beinbewegung müssen koordiniert werden.
Erste bewusste Gleitphase nach jedem Beinschlag - kurz "schweben" lassen, bevor der nächste Zug beginnt.
Lockerheit in Schultern und Nacken, Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule. Die richtige Körperhaltung ist wichtig für eine effiziente Wasserlage.
Einheit 1: 500-600 m Gesamtumfang, z. B. mehrere 25-m- und 50-m-Strecken mit kurzen Pausen (20-30 s). Der Hauptsatz darf etwas länger ausfallen als in Woche 1.
Einheit 2: Ein einfacher Hauptsatz, z. B. 6 × 25 m mit Atmungsfokus (bewusst jede Zugfolge gleich atmen), plus Technikdrills wie Beinschlag am Brett oder Gleiten.
Einheit 3 (optional): Mischung aus Brust und etwas Rücken, um Ermüdung auf verschiedene Muskelgruppen zu verteilen und Abwechslung zu schaffen.
Das Tempo bleibt deutlich unter "Wettkampftempo". Der Sprechtest dient als Orientierung für die Belastung: Wenn du nicht mehr in ganzen Sätzen sprechen könntest, ist es zu hart.
Woche 3: Ruhige Ausdauer aufbauen - ohne Technik zu verlieren
In Woche 3 steigt der Umfang leicht an, aber Technikqualität hat weiterhin Vorrang. Die Gesamtstrecke pro Einheit für Anfänger beträgt etwa 400 bis 800 Meter - du bewegst dich jetzt im oberen Bereich.
Ziele für Woche 3:
Mehrere 50-m-Abschnitte ohne Stopp schaffen (sofern Beckenlänge 25 m: 2 Bahnen am Stück).
Atmung weiter beruhigen - keine Panik beim Ausatmen ins Wasser.
Ein Gefühl für gleichmäßige Zuglänge und Rhythmus entwickeln.
Einheit 1: Hauptsatz z. B. 4 × 50 m mit 30-40 s Pausen, davor Einschwimmen und danach kurze Technikformen (Gleiten, kontrollierter Beinschlag).
Einheit 2: Gemisch aus kürzeren (25 m) Technikbahnen und 50-m-Strecken im ruhigen Tempo. Technikübungen sollten in die Trainingseinheiten integriert werden, auch wenn der Fokus langsam Richtung Ausdauer wandert.
Einheit 3 (optional): Kürzere Einheit mit Fokus auf entspanntes Durchschwimmen von mehreren 25-m-Bahnen nacheinander, möglichst flüssig und ohne hektische Bewegungen.
Wenn deine Technik deutlich schlechter wird oder du Anzeichen von Überforderung spürst (starke Erschöpfung, unkontrollierte Atmung, Fehler in der Wasserlage), reduziere den Umfang oder wiederhole einfach Woche 2. Regelmäßigkeit im Training führt zu besseren Ergebnissen als Überlastung.
Woche 4: Verbindung von Technik und Strecke (Ziel: 100-400 m am Stück)
Diese Woche dient als erste "Testwoche": Wie lange bleibt deine Technik ruhig und kontrolliert? Das Ziel eines Anfängerschwimmers sollte sein, 30 Minuten entspannt schwimmen zu können - und genau darauf arbeiten wir hin.
Realistische Ziele:
Für viele Einsteiger: 100 m am Stück als klares Etappenziel.
Für etwas fittere Anfänger oder Wiedereinsteiger: 200-400 m locker, mit Erhalt der Technik.
Einheit 1: Technik-Einschwimmen plus ein erster längerer Durchgang (z. B. 1 × 100 m). Danach lockere Erholung und Ausschwimmen.
Einheit 2: Wechsel aus kürzeren Strecken (25-50 m) und einem zweiten Versuch über längere Distanz. Wer sich sicher fühlt, probiert 1 × 200 m.
Einheit 3 (optional): Sehr lockere Einheit mit Fokus auf Wassergefühl, Gleitphasen und entspanntem Abschluss der 4-Wochen-Phase. Freude und Spaß am Schwimmen stehen hier an erster Stelle.
Das Wiederholen von Woche 3 oder 4 ist völlig in Ordnung, bevor du weitere Ziele setzt. Setze dir klare Ziele, um motiviert zu bleiben - und belohne dich für erreichte Meilensteine.
Weiterführende Pläne nach dem Einstieg:
Mehr Ausdauer aufbauen: Schwimmen Trainingsplan Ausdauer
Kraul erlernen oder vertiefen: Kraulen Trainingsplan
Schwerpunkt Muskelreize: Schwimmen Muskelaufbau Trainingsplan
So liest du die Einheiten: Abschnitte, Pausen, Belastung
Eine klare Struktur entlastet angehende Schwimmer und gibt Sicherheit. Du musst nicht im Wasser überlegen, was als Nächstes kommt - alles steht vorher fest.
Die fünf Abschnitte erklärt:
Einschwimmen: Ankommen, Kreislauf aktivieren, meist einfache Brust- oder Rückenlage. Dauer: 5-10 Minuten.
Technikteil: Kurze Drills, Fokus auf einen klaren Technikpunkt (z. B. Beinschlag, Gleiten, Armzug). Hier geht es um Verständnis der Bewegungen, nicht um Geschwindigkeit.
Hauptsatz: Der "Kern" der Einheit mit einem Ziel - z. B. etwas mehr Strecke oder ein neuer Abschnitt ohne Pause.
Lockere Erholung: Sehr ruhige Bahnen oder Pausen, um die Atmung zu beruhigen. Erholung ist integraler Bestandteil, keine Schwäche.
Ausschwimmen: Ganz lockeres Bewegen, oft kürzer als Einschwimmen, zum Herunterfahren.
Pausen bedeuten: Am Beckenrand stehen, locker ausatmen, kurz durchatmen. Nicht hektisch hin- und herlaufen. Die Pausen sollten während des Trainings bewusst eingeplant werden.
Einfacher Belastungsmaßstab:
"Sehr locker": Du könntest nebenher problemlos sprechen.
"Locker bis mittel": Sprechen in ganzen Sätzen möglich, Atmung etwas angeregt.
"Etwas anstrengender": Nur kurze Sätze möglich - wird in Anfängereinheiten sparsam genutzt.
Technik-Fokus für Anfänger: Welche Schwimmstile eignen sich zu Beginn?
Für viele Einsteiger ist Brust die sicherste Lage, weil Orientierung und Sicht nach vorne einfach sind. Allerdings ist Brustschwimmen technisch fehleranfällig - aus Sicht der Schwimmtechnik eine anspruchsvolle Lage. Die richtige Wasserlage ist entscheidend für den Schwimmstil, unabhängig von der Lage.
Übersicht der Lagen für Anfänger:
Brustschwimmen: Häufigste Lage, gute Übersicht im Wasser. Technik sollte klein und kontrolliert sein.
Rückenlage: Entlastet Nacken und Rücken, eignet sich gut für lockeres Ausschwimmen und Erholung.
Kraul: Für absolute Anfänger meist erst später sinnvoll. Wer schon Erfahrungen mitbringt, kann einfache Kraul-Anteile integrieren. Kraulen erfordert eine ruhige Atmung und kleine Kicks.
Einfache Technikprinzipien:
Brust: Kopf nicht dauerhaft hochtragen (erhöht den Wasserwiderstand enorm), Arme nicht zu weit nach außen ziehen, nach jedem Beinschlag bewusst gleiten. Die Atmung sollte mit dem Armzug synchronisiert werden.
Rücken: Hüfte nicht zu tief absinken lassen, Blick zur Decke, Arme ruhig und gleichmäßig führen.
Kraul: Kleine Beinschläge aus der Hüfte, lang gestreckter Arm nach vorne, ruhiger Seitblick zum Atmen. Die Kraultechnik wird auf der Seite Kraulen Trainingsplan ausführlich behandelt.
Atmung für Anfänger: Ruhe statt Hektik
Atmung im Wasser macht vielen Anfängern am meisten Stress - und ist gleichzeitig der wichtigste technische Baustein. Wer die Luft anhält oder unregelmäßig atmet, ermüdet schneller und fühlt sich unsicher.
Einfache Grundregeln:
Nicht die Luft anhalten, sondern gleichmäßig ins Wasser ausatmen (durch Mund oder Nase).
Einatmen, wenn der Körper oben ist - z. B. während der Gleitphase im Brustschwimmen oder beim seitlichen Kopfdrehen im Kraul.
Kopf nur so weit anheben oder drehen wie nötig, um Nacken zu schonen.
Trockenübungen vor dem Gang ins Becken:
Trockenübungen bereiten Anfänger auf das Schwimmen im Wasser vor und verbessern Technik, Beweglichkeit und Körperspannung. Zwei einfache Übungen:
Ruhiges Ausatmen durch den Mund für 3-4 Sekunden, dann kontrolliert einatmen. 10 Wiederholungen, um den Rhythmus zu verinnerlichen.
Streamline-Haltung an der Wand trainiert die gestreckte Schwimmposition - Arme über dem Kopf, Körper lang, Spannung im Rumpf halten. Regelmäßige Trockenübungen helfen, Bewegungsabläufe zu verstehen.
Das Atemtempo darf an die Tagesform angepasst werden. Kein Zwang zu einem starren 3er- oder 5er-Rhythmus - finde den Rhythmus, der sich für dich ruhig anfühlt.
Sicherheit und Belastungssteuerung für Einsteiger
Klare Sicherheitshinweise:
Nicht alleine schwimmen, wenn die Wassergewöhnung noch unsicher ist. Im Schwimmbad unter Aufsicht trainieren.
Im Nichtschwimmer- oder Flachwasserbereich bleiben, solange keine Sicherheit im tiefen Wasser besteht.
Lokale Baderegeln und Anweisungen des Aufsichtspersonals immer beachten.
Diese Seite kann keine medizinische Freigabe ersetzen und stellt keine Diagnose. Bei gesundheitlichen Einschränkungen (Gelenkprobleme, Herzprobleme, andere Vorerkrankungen) ist ärztliche Beratung nötig.
Belastungssteuerung ohne Pulsvorgaben:
Sprechtest: Wenn du nicht mehr in ganzen Sätzen sprechen könntest, ist es für den Einstieg zu hart.
Subjektives Empfinden: Auf einer Skala von 1-10 sollten Anfängereinheiten im Bereich 3-6 liegen.
Stoppsignal: Bei Schmerzen, Schwindel, Brustdruck oder ungewöhnlicher Atemnot sofort aufhören und fachliche Abklärung suchen.
Technikqualität ist wichtiger als "noch eine Bahn um jeden Preis". Fehler, die sich in den ersten Wochen einprägen, sind später schwer zu korrigieren. Lieber eine Pause mehr als ein schlechter Bewegungsablauf.
Hilfreiche Hilfsmittel - was Anfänger wirklich brauchen (und was nicht)
Zum Start brauchst du weniger Ausrüstung, als du vielleicht denkst.
Empfohlene Grundausrüstung:
Badeanzug oder Badehose: Ein gut sitzender Badeanzug ist unerlässlich. Die richtige Ausrüstung sollte bequem passen und nicht rutschen.
Schwimmbrille: Schwimmbrillen schützen die Augen vor Chlor und ermöglichen klare Sicht unter Wasser. Das entspannt die Augen und macht ruhiges Ausatmen ins Wasser viel leichter.
Badekappe (optional): Schwimmkappen reduzieren den Wasserwiderstand und halten die Haare aus dem Gesicht.
Schwimmbrett: Ein einfaches Brett des Bades reicht - ideal für Beinschlag-Übungen in Woche 1 und 2.
Zusatzhilfsmittel - erst später:
Pullbuoy, Paddles und Flossen erst nutzen, wenn die Grundbewegung sicher ist. Schwimmflossen helfen Anfängern, ihre Technik zu verbessern - aber nur, wenn die Basisbewegungen bereits sitzen. Hilfsmittel können Fehler verstärken, wenn die Schwimmtechnik noch unsicher ist.
Kein Produkthype nötig: Einfache Ausrüstung reicht für den Start vollkommen aus.
Wie oft sollten Anfänger schwimmen? Häufigkeit und Regeneration
Regelmäßigkeit ist wichtiger als hohe Intensität oder Kraft im Training.
Konkrete Empfehlungen:
2 bis 3 Einheiten pro Woche sind ideal für Anfänger. Zwei Einheiten gelten als Minimum, um spürbare Gewöhnung an das Wasser und Fortschritt in der Technik zu erzielen.
3 Einheiten pro Woche sind möglich, wenn Erholung gut funktioniert und der Alltag es zulässt.
Warum Ruhetage wichtig sind:
Ruhetage helfen deinem Körper, Technik und Bewegungsmuster zu verarbeiten. Dein Gehirn festigt die neuen Abläufe - Armzug, Beinschlag, Atmung - gerade in den Pausen zwischen den Trainingseinheiten.
Schwimme lieber kürzere, saubere Einheiten (30-45 Minuten inklusive Pausen) als selten sehr lange Einheiten. Ein einfacher Trainingsplan für Anfänger dauert etwa 15-25 Minuten reine Schwimmzeit - mit Pausen, Einschwimmen und Ausschwimmen kommst du auf die genannten 30-45 Minuten.
Zusätzlich zum Schwimmen können einfache Trockenübungen an trainingsfreien Tagen sinnvoll sein. Kraul-Armzug kann trocken mit 8-12 Wiederholungen pro Seite geübt werden. Unterarmstütz stärkt Bauch und Rücken für eine stabile Wasserlage. So nutzt du auch Ruhetage produktiv, ohne den Körper im Wasser zu belasten.
Fortschritt erkennen: Woran du merkst, dass dein Anfänger-Plan wirkt
Verbesserungen zeigen sich bei Anfängern oft im Gefühl - nicht in Zeiten oder Metern. Regelmäßige Anpassungen im Training fördern die Motivation, weil du merkst: Es tut sich etwas.
Konkrete Messpunkte nach 4 Wochen:
Du fühlst dich sicherer im Wasser und bist weniger außer Atem nach 25-50 m.
Du kannst den Kopf ruhiger halten und atmest bewusster aus.
Du schaffst längere Abschnitte (z. B. 100-200 m) mit gleichbleibender Technik und ruhiger Atmung.
Dein Wassergefühl hat sich verändert - Bewegungen fühlen sich flüssiger an, du brauchst weniger Energie pro Bahn.
Trainingstagebuch führen:
Ein einfaches Notizbuch oder eine Notiz auf dem Handy reicht. Notiere: Datum, geschätzte Distanz, Hauptübung und subjektives Gefühl (z. B. "locker", "mittel", "anstrengend"). So erkennst du deinen Fortschritt über Wochen hinweg - und bleibst motiviert.
Unterschiede werden oft nach 3-6 Wochen regelmäßigen Trainings spürbar. Visualisiere dein Ziel regelmäßig, um motiviert zu bleiben. Ein Trainingspartner kann die Motivation zusätzlich steigern - zu zweit macht der Einstieg mehr Spaß.
FAQ: Häufige Fragen zum Schwimm-Trainingsplan für Anfänger
Hier werden typische Fragen zum Einstieg knapp beantwortet.
"Bin ich zu untrainiert für einen Schwimm-Trainingsplan?" Nein. Die Distanzen sind anpassbar - starte mit sehr kurzen Strecken (z. B. 2 × 25 m) und großzügigen Pausen. Der Plan ist kein Alles-oder-nichts-Programm, sondern wächst mit dir.
"Kann ich als Anfänger nur Brust schwimmen?" Ja, das ist für den Start völlig in Ordnung. Mittelfristig lohnt es sich, auch Rückenlage oder erste Kraul-Elemente einzubauen, um verschiedene Schwimmtechniken zu entwickeln und den Körper vielseitiger zu belasten.
"Was mache ich, wenn ich eine Einheit ausfallen lasse?" Hole die Einheit einfach nach oder strecke den Plan um eine Woche. Kein Grund zur Sorge - Konsistenz über Wochen zählt mehr als einzelne verpasste Einheiten.
"Ab wann lohnt sich ein Schwimmkurs?" Sobald Unsicherheit im Wasser besteht, Technikfragen aufkommen oder du das Gefühl hast, alleine nicht weiterzukommen. Ein Trainer oder Schwimmverein bietet direktes Feedback und korrigiert Fehler, die du selbst nicht siehst.
"Kann ich mit diesem Plan auch abnehmen oder Muskeln aufbauen?" Dieser Plan zielt auf Sicherheit, Technik und Grundlagen - ohne Abnehm- oder Muskelaufbauversprechen. Wer gezielt Muskelreize setzen möchte, findet unter Schwimmen Muskelaufbau Trainingsplan passende Inhalte.
"Spielt mein Alter eine Rolle?" Die Grundstruktur funktioniert unabhängig vom Alter. Passe Distanzen und Pausen an deine Belastbarkeit an. Bei gesundheitlichen Einschränkungen gilt: ärztliche Abklärung vor dem Start.
Fazit und nächster Schritt
Dieser Anfänger-Trainingsplan bietet dir klare, anpassbare Einheiten mit Fokus auf Technik, Sicherheit und ruhige Progression über 4 Wochen. Trainingspläne sollten realistische Ziele setzen und Pausen einplanen - genau das tut dieser Plan.
Nach 4 Wochen kannst du entscheiden:
Noch 1-2 Runden mit demselben Plan drehen, um alles zu festigen.
Auf einen gezielteren Plan wechseln: Ausdauer aufbauen , Kraul lernen oder Muskelreize setzen .
Dein nächster Schritt: Suche dir jetzt zwei feste Schwimmtermine für die kommende Woche, notiere dir die Beispiel-Einheit und starte mit Woche 1 in deinem Tempo. Alles in diesem Plan lässt sich an Tagesform, Beckenlänge und aktuelle Belastbarkeit anpassen - nimm dir die Freiheit, den Plan zu deinem zu machen.